httpv://www.youtube.com/watch?v=Byd8w5sItVM
Wie auch immer – Herr Jarmusch hat es geschafft. Also er hat es geschafft, dass ich den Saal mit einem Lächeln verlassen habe, trotz … einem … sehr ungewöhnlichen Film.
Die eigentliche Aufgabe des Zuschauers besteht darin, den Weg des „Lone Man“ zu begleiten – doch die Besonderheit hierbei – meist bei den „gewöhnlichen“ Dingen des Lebens.
So sehen wir Isaach De Bankolé – Lone Man – laufen … sehr oft laufen … immer wieder, was aber eigentlich gar nicht schlimm ist, da der Mann einfach sehr gut laufen kann. Es ist quasi eine Wonne ihm beim Gehen zu zusehen.
Er läuft also von Verabredung zu Verabredung, stets mit einer Streichholzschachtel in der Jackettasche und zwei Espresso auf dem Café-Tisch. Inhalt dieser Streichholzschachteln sind weiße Blättchen mit „wirrer“ Aufschrift – oder Diamanten. So trifft er allerhand skurrile Leute – alle mit einem anderen Faible (unter anderem Filme, Kunst und Halluzinogene.) Das passt zwar alles in die Szenen, aber der Zuschauer sitzt trotzdem da und denkt sich … „hm ja … okay …“.
Die Erzählebene in diesem Film ist eben nicht der konventionelle Dialog, sondern das Bild – dem Zuschauer wird also viel überlassen – ähnlich einem Buch, nur das hier auch die Zwischenräume selbst gefüllt werden müssen – soll heißen, wir wissen nicht was der „Lone Man“ treibt – was er vorhat. Klar kommt man irgendwann dahinter – doch es dauert … und man weiß eben nie „was genau“.
Wenn man also nicht die Oberhand verliert sieht man, dass sich der Film mit jeder Botschaft immer mehr zuspitzt. Die Locations werden kleiner, die Wege werden länger, die Zimmer immer trister usw. … – wenn man also bei dem Film am Ball bleibt funktioniert er – aber wehe dem, der Kurzweilig unterhalten werden möchte.
Im Endeffekt funktioniert der Film nur, wenn man sich auf ihn einlässt. Word.
